Das Simileprinzip
Das Prinzip besagt, dass ein Patient mit einem Mittel behandelt wird, das bei einem Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen würde, wie sie der Erkrankte zeigt. Ziel der homöopathischen Behandlung ist es, die körpereigenen Regulations- und Selbstheilungskräfte anzuregen. Die Auswahl des Mittels erfolgt deshalb nach einer ausführlichen Anamnese und dem individuellen Symptombild des Tieres.

Roter Fingerhut (Digitalis)
Roter Fingerhut spielt in der homöopathischen Arzneimittellehre traditionell bei bestimmten Symptombildern rund um Herz und Kreislauf eine Rolle. Dazu werden unter anderem ein verlangsamter Herzschlag mit schwachem oder unregelmäßigem Puls, Herzschwäche, Durchblutungsstörungen, Flüssigkeitseinlagerungen, Vorhofflimmern sowie Störungen des Reizleitungssystems gezählt. Erkrankungen des Herzens sind ernst und müssen tierärztlich untersucht und behandelt werden.

Ausgangsstoffe homöopathischer Arzneimittel
Als Ausgangsstoffe für homöopathische Arzneimittel dienen unter anderem Pflanzen, Mineralien, tierische Bestandteile und Flüssigkeiten. Daneben werden auch Lebensmittel, chemische Stoffe, potenzierte Organpräparate und Nosoden verwendet.
Therapieblockaden und begleitende Medikamente
Bestimmte Vorbehandlungen und Medikamente – beispielsweise Corticosteroide oder Antibiotika – können für die homöopathische Anamnese und die Einschätzung des Therapieverlaufs bedeutsam sein. Verordnete Medikamente dürfen jedoch niemals eigenmächtig abgesetzt oder verändert werden. Bitte halten Sie vorhandene Befunde und eine Liste aller aktuell verabreichten Präparate bereit.
Wirkungsweise
Nach homöopathischem Verständnis sollen die eingesetzten Mittel dem Körper Informationen beziehungsweise Reize geben, die seine Selbstregulation unterstützen. Die Homöopathie unterscheidet sich damit in ihrem Erklärungsmodell von der konventionellen Medizin, deren Arzneimittel pharmakologisch wirksame Bestandteile enthalten.
Anwendungsgebiete
Die Homöopathie wird in der Praxis bei unterschiedlichen Beschwerden ergänzend eingesetzt. Ob sie im individuellen Fall infrage kommt, wird anhand des Tieres, seiner Vorgeschichte und der vorhandenen Befunde beurteilt.
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